Verantwortung übernehmen in einem der spannendsten Berufe

Die dreijährige Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in ist vielfältig und wechselt zwischen Theorie- und Praxisblöcken. Während der Praxisblöcke halten wir an einen Studientag pro Woche den Kontakt zu unseren Schüler/innen aufrecht. So wird ein zeitnaher Austausch über die Erfahrungen und Erlebnisse in der Praxis ermöglicht. Neben medizinischen Komponenten wie "Infusionen legen" oder "Neugeborenenpflege am Inkubator" besteht ein wesentlicher Bestandteil in der Förderung der sozialen Kompetenz des/der Schüler/-in. Die Schlagworte „beraten, unterstützen, anleiten“ stehen dabei im Mittelpunkt.

Die Schüler/-innen werden zwischen den Theorieblöcken und den externen Einsätzen in den verschiedenen Bereichen des Kinder- und Jugendkrankenhauses wie zum Beispiel im Aufnahme- und Ambulanzzentrum, auf der Intensivstation, in der Kinderchirurgie oder in der Kinder- und Jugendpsychiatrie eingesetzt. Auch der Blockeinsatz bei den Früh- und Neugeborenen sowie bei der Betreuung von behinderten Kindern ist Bestandteil des Lehrplans.

Folgendes Beispiel einer Lernsituation aus dem theoretischen und praktischen Unterricht verdeutlicht unseren Ansatz des "Umfeld- und Handlungsorientierten Lernens":

Inhalte

Stunden

Einführung „Down-Syndrom“

2

Naturwissenschaftliche Grundlagen

des Down-Syndrom

2

Grundlagen der Genetik

2

Methoden pränataler Diagnostik

2

Entscheidung für und gegen ein behindertes Kind

4

Grundlagen ethischer Entscheidungen

6

Situativer Selbstpflegebedarf (waschen, baden, anziehen) bei Kindern mit Down-Syndrom

4

Down-Syndrom: Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme unterstützen

2

Down-Syndrom: Entwicklung der Motorik unterstützen

4

Down-Syndrom: Sprachentwicklung und

Mundschluss unterstützen

4

Eltern bei der Auseinandersetzung mit der Behinderung des Kindes unterstützen

4

Geschwister behinderter Kinder in ihrer Rolle unterstützen

6

Qualitative Sozialforschung in der Praxis

2

Down-Syndrom: Frühförderung und schulische Rehabilitation von Kindern

4

Gesetzliche Bestimmungen

Im Gesetz über die Berufe in der Krankenpflege (Krankenpflegegesetz  KrPflG) vom 16. Juli 2003 und in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der Krankenpflege (KrPflAPrV) werden die Eckpunkte der Ausbildung geregelt:

  • Die Ausbildung dauert drei Jahre.
  • In dieser Zeit müssen mind. 2.100 Stunden in der Theorie und 2.500 Stunden in der Praxis geleistet werden.
  • Die Ausbildung endet mit dem Examen, das unter staatlicher Aufsicht abgenommen wird. Es besteht aus einem schriftlichen, einem praktischen und einem mündlichen Teil.
  • Im individuellen Ausbildungsvertrag werden die Ausbildungsbedingungen festgelegt, zum Beispiel die wöchentliche Ausbildungszeit in Theorie und Praxis von 38,5 Stunden oder der jährliche Urlaubsanspruch von 29 Arbeitstagen.